Prostatakrebs | Risiken

Impotenz

Impotenz und Inkontinenz sind die beiden gefürchtetsten Nebenwirkungen der Strahlentherapie und der Prostataentfernung. Nervenfasern und Gefässe, welche die Erektion ermöglichen, laufen direkt entlang der Prostatakapsel, liegen sozusagen in einem feinen Häutchen der Prostatakapsel auf. Sie können durch die Operation oder Bestrahlung leicht verletzt werden.

Mit modernen Operationstechniken wie der DaVinci-Technologie versucht man das Gefäss-Nervenbündel so gut wie möglich zu erhalten und erzielt dabei Werte von 53–86%, in denen die spontane Erektionskraft erhalten bleibt. Wenn die Gliedsteife vor dem Eingriff noch sehr gut war, hat der Patient eine hohe Chance, dass auch nachher wieder alles funktioniert. Andernfalls gibt es Unterstützung durch medikamentöse Potenzmittel in Tabletten- oder Spritzenform. Damit kann die Potenz in 85–95% der Fälle wieder erreicht werden.

Nach Strahlentherapien liegen die Potenzraten anfangs bei 80–90% und fallen dann häufig nach ca. 2 Jahren auf 10–40%. Auch hier lassen sich dann Medikamente einsetzen. Zudem gibt es weitere moderne Behandlungsverfahren gegen Impotenz wie Schwellkörperimplantate.

 

Urin-Inkontinenz

Einige Tage oder Wochen nach der Prostataentfernung ist ein teilweiser Urinverlust normal. Mit einfachem Schliessmuskeltraining beim Urinieren – Strahl unterbrechen und dann wieder loslassen – sowie mit Beckenbodentraining erlangen über 90% der Patienten nach ca. drei Monaten wieder ihre alte Kontrolle über den Urinstrahl. Nur 2% müssen sich wegen unfreiwilligen Urinabgangs nochmals operieren lassen.

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